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Mögliche Folgen des
Baus der Y-Trasse für den Standort Celle In verschiedenen Artikeln der Celleschen Zeitung - zuletzt am 10. November 2010 - wird auf die Folgen des Baus der Y-Trasse für den Standort Celle eingegangen. Die Landtagskollegen Adasch und Langspecht verweisen auf ein Schreiben der Deutschen Bahn AG vom 8. September 2010, wonach Bahn-Chef Grube zusichert, dass langfristig keine Veränderung des Laufweges der ICE- und IC-Züge eintreten wird. Kollege Langspecht wird in der CZ wie folgt zitiert: „Er, Grube, hat ausdrücklich hervorgehoben, dass die Planungen der Bahn gerade nach Inbetriebnahme der Y-Trasse dahin gingen, dass diese Fernzüge, also auch die ICE-Züge, weiterhin über die Strecke Celle-Lüneburg fahren werden." Wir fragen die Landesregierung: 1. Wenn an den Laufwegen der IC- und
ICE-Züge und dem Halt im Oberzentrum Celle langfristig nichts geändert
werden soll, werden dann die erwarteten, in ihrer Anzahl zunehmenden
Gütertransporte verstärkt über das neue Gleis der Y-Trasse geführt? Verkehrsminister Jörg Bode beantwortete die Anfrage namens der Landesregierung wie folgt: In Celle, Lüneburg und Uelzen wird der Nutzen der Y-Bahnstrecke für diese Zentren diskutiert. Es werden teilweise Befürchtungen geäußert, dass durch die Neubaustrecke mehr Güterzüge auf der bestehenden Verbindung Hannover - Hamburg verkehren werden. Und es wird befürchtet, dass die Anbindung an den Schienenfernverkehr verschlechtert wird. Diese Befürchtungen sind unbegründet, denn die Y-Strecke wird zum einen zu einer Entlastung der heutigen Strecke vom Güterverkehr führen und wird zum anderen nach Auskunft der DB AG nicht zu einer Verschlechterung des ICE/IC-Angebotes führen. Die niedersächsische Landesregierung sieht in der Umsetzung der Y-Trasse die einmalige Chance, das Verkehrsaufkommen zu bewältigen und gleichzeitig die Interessen der Bevölkerung in Niedersachsen sowohl als Reisende wie auch als Anwohner der Strecken zu wahren. Ohne den Bau der Y-Bahnstrecke sind die absehbaren Entwicklungen für die Ober- und Mittelzentren entlang der Strecke Hannover - Hamburg viel besorgniserregender. Denn mit oder ohne Y wird der Verkehr in Deutschland steigen und insbesondere der Hafenhinterlandverkehr ist von dieser Tendenz betroffen. Somit ist die Frage der Belastung durch Güterverkehr, die Sorge um eine Anbindung an den Fernverkehr oder auch die Frage, wie viele Trassen für den Regionalverkehr langfristig zur Verfügung stehen werden, eher ein Problem, wenn wir die Chance des Y-Baus jetzt nicht wahrnehmen. Dies vorausgeschickt, beantworte ich die
Fragen namens der Landesregierung wie folgt: Zur Verbesserung der Hinterlandanbindung der norddeutschen Seehäfen und zur kapazitiven Erweiterung des norddeutschen Schienennetzes ist aktuell vorgesehen, die Y-Trasse ganztägig und nicht, wie ursprünglich geplant, nur nachts für den Güterverkehr zu nutzen. Der steigende Güterverkehr wird sich somit auf beide Strecken verteilen und nicht nur die heutige Strecken belasten. Zu 2.: Die Landesregierung geht davon aus, dass die Y-Strecke so geplant wird, dass schnelle Züge des Personenverkehrs nicht durch langsamere Güterzüge behindert werden. Dementsprechend werden Überholbahnhöfe geplant. Die Schere zwischen schnellen und langsameren Zügen wird allerdings nicht so groß sein, wie ursprünglich geplant, da nach der Überprüfung der Bedarfsplanprojekte durch den Bund im November 2010 eine maximale Streckengeschwindigkeit von 250 km/h statt 300 km/h vorgesehen ist. Zu 3.: Nachdem die Landesregierung Kenntnis von einem derartigen Schreiben erlangt hatte, hat sie die Abgeordneten um eine Kopie gebeten und diese unverzüglich erhalten. Da die Fragesteller ihr Interesse an einer Zuleitung des Schreibens bekundet haben, hat die Landesregierung die Abgeordneten Adasch und Langspecht gefragt, ob sie auch den Fragestellern eine Kopie aushändigen würden. Die Abgeordneten Adasch und Langspecht haben erklärt, dass sie bei Interesse und auf Nachfrage durch die Fragesteller hierzu bereit sind. Ansprechpartner für den Inhalt dieser
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