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Güterzüge
machen Mittelrheintal zu einem der lautesten Orte in Deutschland
4. Apr. 2011,
Pressestelle
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Nach der Veröffentlichung einer
Studie steht fest: Bahnlärm lauter als Flughafen / Albers und
Ottes: Mit dem Bürgertreffen gegen Bahnlärm Zeichen setzen
"Schwere Güterzüge machen das Mittelrheintal in der Nacht
zu einem der lautesten Orte Deutschlands." Dieses Zitat aus
einer Sendung von SWR4 ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag
der Umweltministerien von Rheinland-Pfalz und Hessen. Beide Länder
fordern vom Bund mehr Geld zum Schutz der lärmgeplagten
Anwohner. Um der Forderung nun Nachdruck zu verleihen, haben
sich die Bürgerinitiativen Pro Rheintal und die Bürgerinitiative
im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn sowie die
Landkreise Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn, Mayen-Koblenz, Neuwied,
Rheingau-Taunus und Mainz-Bingen mitsamt den Städten und
Kommunen entlang der Rheinschiene zusammengetan und rufen zu
einem Bürgertreffen gegen den immer dominanter werdenden Bahnlärm
am Samstag, 7. Mai 2011, in Rüdesheim auf.
In dieser gemeinsamen und länderübergreifenden Aktion werden
auch Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland und der Schweiz auf
die Folge des Bahnlärms aufmerksam machen. "Wir sind in
den vergangenen Jahren immer wieder vertröstet worden", so
Landrat Burkhard Albers. Mit der Studie könnten die Menschen im
Rheintal en detail belegen, dass "der Bahnlärm lauter als
der Flughafen ist". Der Landrat: "Wir müssen die
deutliche Botschaft an das Verkehrsministerium und die
Bundesregierung schicken: Die Zeit des Aussitzens des Problems
ist vorbei!"
Die nachts - nur knapp an den Häuserwänden - vorbeifahrenden Güterzüge,
die Pegelspitzen bis zu 100 Dezibel verursachen, müssten aus
dem Rheintal verbannt werden. Die Menschen an der Bahnstrecke könnten
kaum eine Nacht richtig durchschlafen. Landrat Albers weist
zudem auf eine Studie aus Dänemark, die ein hohes
Risikopotential belegt und in ihrer Aussage ganz klar ist:
"Bahnlärm macht die Menschen krank".
Alle Organisatoren des Bürgertreffens gegen den Bahnlärm
hoffen nun, dass der Bund endlich die riesige Lärmbelastung und
die Konsequenzen daraus akzeptiert und handelt. "Wir haben
immer auf die Messungen im Rüdesheimer Stadtteil Assmannshausen
hingewiesen, die eine mittlere Lärmbelastung von 78 Dezibel für
die Dauer einer Nacht aufweisen." Güterzüge erreichen
teilweise Spitzen von 87 bis 90 Dezibel. "Der unrühmliche
Rekord liegt bei 104 Dezibel." Die Menschen an der Strecke
dieser Lärmbelastung 24 Stunden am Tag auszusetzen, sei
unverantwortlich und menschenverachtend, ergänzt der zuständige
Dezernent Karl Ottes.
Die Zeit für PR-Auftritte mit Verkehrsministern an der
Messstation in Assmannshausen, in denen die Güterzüge nicht
fahren oder dem Schreiben von Briefen an das
Verkehrsministerium, die so beantwortet werden, als seien die
Menschen im Rheintal Bittsteller, die es abzuwiegeln gilt, sind
vorbei. "Die Organisatoren des Bürgertreffens wollen
gemeinsam deutlich machen: Der Bund muss endlich wirksame Maßnahmen
zur Minderung des Bahnlärm ergreifen". Er könne sich
nicht mehr hinter fadenscheinigen Aussagen verstecken. Die
Region spricht mit einer Zunge und lasse sich nicht mehr vertrösten,
so die einhellige Meinung aller Beteiligten, die mit dem Bürgertreffen
gegen Bahnlärm ein erkennbares Zeichen setzen wollen.
Wie Karl Ottes zudem berichtet, hat die Bingen Rüdesheimer
Schifffahrtsgesellschaft ihre Unterstützung zugesagt. Am
Samstag, 7. Mai 2011, kann in der Zeit von 12.00 bis 16.00 Uhr
die Fähre zwischen Bingen und Rüdesheim von Fußgängern
kostenlos genutzt werden. "So können Teilnehmer des Bürgertreffens
gegen Bahnlärm problemlos von Bingen aus den Rhein queren, um
an der Demonstration teilzunehmen", so Ottes. |
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