| Bundesvereinigung
gegen Schienenlärm e.V.
Chronik zur Lärmsanierung an Schienenwegen |
| Wenn Sie die Chronik
gelesen haben, kommen Sie am Ende vielleicht auch zu folgendem Ergebnis: Den Betroffenen sei dringend zu raten, Die Regierung dagegen Siehe auch „Anmerkungen zur Lärmschutzpolitik und Schienenlärm anlässlich des Koalitionsvertrages der neuen Regierung“ (10/2002) |
|
|
Chronik
zur Lärmsanierung an Schienenwegen
|
| Diese Chronik ist keinesfalls vollständig. Unerwähnt bleiben die zahlreichen und wiederholten Bitten, Forderungen und Anträge zum Einstieg in die Lärmsanierung von Ministerien der Länder und des Bundes, Städten und dem Städtetag, Gemeinden, Sachverständigen und einer Vielzahl von Betroffenen. |
|
Kommentar zur fehlenden Regelung von Lärmsanierung
an Schienenwegen Dr. Dr. Jörg Berkemann, Richter am
Bundesverwaltungsgericht (Sachverständiger in der Anhörung des Ausschusses für Verkehr zum
SPD- Antrag „Minderung des Verkehrslärms an Straßen und Schiene“
vom 17.01.1996). "Das Fehlen eines .. Rechtsanspruches auf Lärmsanierung
auch für den Schienenverkehr ist rechtsstaatlich bedenklich.. . Es
ist dem Gesetzgeber dringlich anzuraten, diesen Antrag zu legitimieren..
. Wir haben eigentlich das verfassungsdogmatische Problem: Was machen
wir mit dem schweigenden Gesetzgeber als Richter, was machen wir
sozusagen mit dem unterlassenen Gesetzgeber, der seinen Schutzpflichten
nicht nachkommt?“ „Ich bringe in Erinnerung, wie die Richter die Sache mit dem Verkehrslärmschutz betrachtet haben. Das Gesetz war gescheitert.. . Dann hat der zuständige Minister versucht, doch vielleicht irgend etwas mit einer Verordnung zu mache; das ist auch gescheitert. Dann hat er Richtlinien, Verwaltungsvorschriften erlassen. Die unteren Instanzen haben in ihrer Verlegenheit, wenn man das so sagen darf, mit diesen Richtlinien zunächst gearbeitet. Allmählich kam heraus, dass die Berufungsgerichte sich auf die Richtlinien des Ministers eingeschossen habe. Das ist ein wirklich schlechter Zustand verfassungsrechtlicher Art, denn Sie, meine Damen und Herren Abgeordneten, sollten eine politische Entscheidung treffen und nicht der Minister, in der Abwägung der Interessen der Sozialstaatlichkeit, der Rechtsstaatlichkeit.“ |
Bundesvereinigung gegen
Schienenlärm e. V. Oktober 2002