Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V.

Schlafstörung durch Vorbeifahrpegel

 

  Schlafstörungen durch vorbeifahrende Güterzüge werden durch den Mittelungspegel nicht beschrieben.

  1. B. Griefahn hat 2006 folgendes Untersuchungsergebnis publiziert:

Es konnte nicht bestätigt werden, dass während des Schlafes Flugverkehrslärm am meisten und Schienenverkehrslärm am wenigsten stört. Vielmehr konnte kein Unterschied zwischen Straßen-, Schienen- und Flugverkehrslärm festgestellt werden, wenn
die gleichen Mittelungspegel
die gleichen Maximalpegel 
und die gleiche Zeitstruktur
während der Nacht auftreten.
Griefahn,B., A. Marks und S. Robens: Noise emitted from road, rail and air traffic and their effects on sleep. Journal ofSound and Vibration 295 (2006) 129–140


  2. B.Vogelsang und D. Windelberg haben 2006 berichtet und publiziert:

Die gesundheitliche Beeinträchtigung des Schlafes durch intermittierenden Lärm wird nicht durch den Mittelungspegel Lnight beschrieben. Der Schlaf wird am stärksten gestört durch die einzelnen Vorbeifahrpegel von Straßen- oder Schienenfahrzeugen oder von Flugzeugen in Abhängigkeit von der Pausenstruktur.

Vogelsang, B. und D. Windelberg: DAGA 2006


  3. B. Griefahn hat 2008 auf dem Schienenverkehrslärmkongress in Freiburg erklärt:

Schlaf wird nicht durch den Mittelungspegel LAeq , sondern durch intermittierenden Lärm am stärksten gestört. Intermittierender Lärm wird jedoch nicht durch den Nacht-Mittelungspegel LAeq,night beschrieben, sondern durch die jeweiligen Vorbeifahrpegel und ihre Pausenstruktur.

 

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