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Das Rollgeräusch von Güterwaggons
ist oft Anlass zu Aufweckreaktionen, denn ein Güterwaggon, der in 25 m
Entfernung mit 100 km/h vorbeifährt, erzeugt durch das Abrollen seiner
Räder auf den Schienenoberflächen einen Vorbeifahrpegel von etwa 90
dB(A).
Wenn aber die Räder nicht ganz rund sind oder die Schienenoberfläche
rau ist, dann erhöht sich der Vorbeifahrpegel, und diese Erhöhung kann
mehr als 10 dB(A) betragen.
Wenn dieser Lärm gemindert werden soll,
dann müssen die Räder und die Schienenoberflächen nach
speziellen Verfahren so bearbeitet werden, dass die Schallabstrahlung
beim Abrollen der Räder minimal wird.
Die Maßnahme, alle rund 125000 Güterwaggons in Deutschland mit lärmsparenden
Bremssystemen auszurüsten, führt daher nicht zu einer Lärmminderung.
(siehe Aktuelle Notizen vom 6.2.07, hier)
Lärmsparende Bremssysteme wurden bisher nur in etwa 3000 neuen Güterwaggons
mit neuen Rädern eingebaut. In diesem Zustand waren sie um etwa 10 dB(A)
leiser als alte Güterwagen. Die alten Güterwagen fuhren auf Rädern,
die unter anderem beim Bremsen mit Klotzbremsen aus Grauguss unrund
geworden waren.
Nach maximal fünfjährigem Einsatz der neuen Güterwagen reduzierte
sich der Unterschied zwischen den neuen und den alten Güterwagen auf 5
dB(A).
Dieser Effekt zeigt, dass eine Lärmminderung nur durch eine besondere
Pflege von Rad und Schiene erreicht werden kann. Die Ausrüstung mit lärmsparenden
Bremssystemen mag die Pflege von Rad und Schiene erleichtern – aber
ersetzen kann sie die Pflege nicht. |