Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V.

Kommentar zu den Stichworten 

 

Schienenbonus und Lärmkarten: Bei der Darstellung von Lärm in Lärmkarten wird wegen des Schienenbonus der Wert für den Schienenlärm um 5 dB(A) niedriger angegeben als tatsächlich ermittelt, während für sämtliche andere Lärmquellen der tatsächlich ermittelte Wert angegeben wird. Das kann zu einer nicht sachgerechten Beurteilung des Schienenlärms im konkreten Fall führen.

Anmerkungen zur Überarbeitung der Schall 03:  Es geht um die Absicht der Bahn, den Schienenbonus auf der Grundlage neuer Erkenntnisse bei einer Überarbeitung der Schall 03 zu sichern. Veränderter Schienenverkehr hat zu Zweifeln an der Berechtigung des Schienenbonus geführt. Die Bahn möchte diese Zweifel mit Hilfe neuer Untersuchungen ausräumen. hier    

Neue Untersuchungen:
siehe unsere Stellungnahme zu: Vergleichende Untersuchungen über die Lärmwirkung bei Straßen- und Schienenverkehr.  hier

Schall 03 AG: Personelle Besetzung der Arbeitsgruppen zur Fortschreibung der Schall03 (Stand: April 2002) hier / siehe dazu auch Aktuell

Schall 03 Prioritätenliste: Hier finden Sie Angaben zur Problematik, die überarbeitet werden soll.

Verkehrslärm: "ls one traffic-noise softer than another?"   Ist Schienenlärm angenehmer  als Straßenlärm?
Warum wird diese Frage gestellt? Wer stellt sie, wen interessieren die Antworten und wem dient ihre Auswertung? Auf diese Fragen wird im folgenden Beitrag (Referat, anlässlich eines workshops in der TU Berlin) eingegangen. Es geht um Menschen, die an bestehenden Schienenwegen leben und einem Lärmmittelungspegel von 70 -76 dB(A) während der Nacht ausgesetzt sind. Es wird darauf eingegangen, daß der "Schienenbonus" eine fragwürdige Erfindung ist und daß "low- noise" Züge für diese Menschen nur dann eine Lärmreduzierung bringen, wenn es gelingt, die jeweils lautesten Züge während der Nacht durch "low- noise" Züge zu ersetzen. 

Stichwortkatalog
November 2009