| Bundesvereinigung
gegen Schienenlärm e.V.
Kommentar zu den Stichworten |
Schienenbonus und Lärmkarten: Bei der Darstellung von Lärm in Lärmkarten wird wegen des Schienenbonus der Wert für den Schienenlärm um 5 dB(A) niedriger angegeben als tatsächlich ermittelt, während für sämtliche andere Lärmquellen der tatsächlich ermittelte Wert angegeben wird. Das kann zu einer nicht sachgerechten Beurteilung des Schienenlärms im konkreten Fall führen.
Quietschen: In einer umfangreichen Facharbeit (61 S.) haben Tolga Konca und André Hennigs ( 2 ehemalige Schüler der Wilhelm Raabe Schule in Hannover) das Quietschen von Straßenbahnen in engem Kurvenbereich untersucht. Es wird versucht, die physikalische Theorie zu erläutern, Lösungstechniken zur Minderung darzustellen und das Quietschen durch Messungen praktisch zu erfassen. Die Arbeit wurde in Zusammenarbeit mit dem Kurt-Risch-Institut der Universität Hannover und der Techniker - Schule Hannover realisiert.. Auf dem 93. MNU Bundeskongress, der vom 24. - 28. März 2002 in Hannover abgehalten wurde, haben die Autoren einen mit 4000 € dotierten Preis der Volkswagenstiftung gewonnen.
Anmerkungen zur Überarbeitung der Schall 03: Es geht um die Absicht der Bahn, den Schienenbonus auf der Grundlage neuer Erkenntnisse bei einer Überarbeitung der Schall 03 zu sichern. Veränderter Schienenverkehr hat zu Zweifeln an der Berechtigung des Schienenbonus geführt. Die Bahn möchte diese Zweifel mit Hilfe neuer Untersuchungen ausräumen. hier
Neue Untersuchungen: siehe unsere Stellungnahme zu: Vergleichende Untersuchungen über die Lärmwirkung bei Straßen- und Schienenverkehr. hier
Schall 03 AG: Personelle Besetzung der Arbeitsgruppen zur Fortschreibung der Schall03 (Stand: April 2002) hier / siehe dazu auch Aktuell
Schall 03 Prioritätenliste: Hier finden Sie Angaben zur Problematik, die überarbeitet werden soll.
Verkehrslärm: "ls one traffic-noise softer than another?" Ist Schienenlärm angenehmer als Straßenlärm?
Warum wird diese Frage gestellt? Wer stellt sie, wen interessieren die Antworten und wem dient ihre Auswertung? Auf diese Fragen wird im folgenden Beitrag (Referat, anlässlich eines workshops in der TU Berlin) eingegangen. Es geht um Menschen, die an bestehenden Schienenwegen leben und einem Lärmmittelungspegel von 70 -76 dB(A) während der Nacht ausgesetzt sind. Es wird darauf eingegangen, daß der "Schienenbonus" eine fragwürdige Erfindung ist und daß "low- noise" Züge für diese Menschen nur dann eine Lärmreduzierung bringen, wenn es gelingt, die jeweils lautesten Züge während der Nacht durch "low- noise" Züge zu ersetzen.
November 2009