Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V.

Aktuelle Notizen 

Aktuelle Notizen in 2010 2009; 20082007; 2006; 2005; 2004; 2003; 2002; 2001

15.12.2011: Ramsauer stellt 5-Jahresplan für Verkehrsprojekte vor: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat heute den Entwurf des Investitionsrahmenplans (IRP) für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes für den Zeitraum 2011-2015 vorgelegt. 17 Projekte werden nun auf die lange Bank geschoben und sollen nicht vor 2015 begonnen werden. U.a. gehört dazu: die Y-Trasse, die Anbindung der Fehmarnbelt-Querung, Abschnitte des vierspurigen Ausbaus der Rheintaltrasse. 
Investitionsrahmenplan des Bundes
15.12.2011: "Schienenbonus nicht mehr zeitgemäß". Öffentliche Anhörung zum Lärmschutz im Ausschuss für Verkehr des Deutschen Bundestages, 14. 12. 2011
Im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fand gestern eine öffentliche Anhörung statt. Grundlage des Hearings war die Anträge: 
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
„Schutz vor Bahnlärm verbessern – Veraltetes Lärmprivileg Schienenbonus abschaffen“ sowie  
Antrag der SPD-Fraktion
  „Für einen neuen Infrastrukturkonsens – Schutz der Menschen vor Straßen- und Schienenlärm nachdrücklich verbessern“.

Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und FDP zur Änderung des Bundes- Immissionsschutzgesetzes, Dezember 2011
" Der Schienenbonus ist nicht mehr zeitgemäß"

Hier einige Auszüge aus den Stellungnahmen der Sachverständigen  
Rainer Guski: 
bei hohem Güterzugverkehr ist die Anwendung des Schienenbonus " sicher nicht sachgerecht".
Michael Jäger-Küppers
Aus Sicht der Lärmwirkungsforschung scheint die Abschaffung des Schienenbonus bei nächtlichem Güterzugverkehr "geboten" zu sein.
Christian Popp:
Der Schienenbonus sei "in akzeptabler Weise und nicht erst 2020 und nicht nur bei neuen Projekten abzubauen.
Markus Hecht: 
"Bahnbonus abschaffen"
Ulrich Möhler, Gutachter der DB.
Eine generelle Abschaffung des Schienenbonus ist "nicht begründbar" , die Anwendung  des Schienenbonus bei überdurchschnittlich hohem Güterzugverkehr  sollte aber "überprüft" werden. 

weitere Informationen zur Abschaffung des Schienenbonus hier: http://rheintalbahn.wordpress.com/presse-artikel/

 

15.11.2011: Demonstration gegen Stuttgart 21 am 26. November 2011 in Stuttgart: Es geht auch um Verbesserung des Lärmschutzes gegen Bahnlärm. Mitglieder der verschiedenen Bürgerinitiativen gegen Bahnlärm sind recht herzlich eingeladen. Weitere Informationen: Gernot - Peter Schulz <gegenS21@gmx.net>
19.10.2011: Demonstration gegen Bahnlärm am 24. Oktober 2011 in Bremen von 18.30 Uhr - 19.00 Uhr 
Schwabenstreich Bremen/Oldenburg: Treffen um 17.45 Uhr direkt am Bismarckdenkmal am Bremer Dom. Ab 18.00 Uhr Marsch zum Hauptbahnhof.
Weitere Informationen: Gernot - Peter Schulz <gegenS21@gmx.net>

In Rüdesheim plant die Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Mittelrheintal  eine zeitgleiche Veranstaltung.
Weitere Informationen: Willi.Pusch@t-online.de

20.07.2011: Antrag der SPD-Fraktion vom 05.07.2011: Bürgerinnen und Bürger dauerhaft vom Bahnlärm entlasten- Alternativen Güterverkehrsstrecke zum Mittelrheintal angehen: In diesem Antrag fordert die SPD, dass der Bundestag die Bundesregierung auffordern soll:
 
1. eine Machbarkeitsstudie hinsichtlich möglicher neuer Schienengüterverkehrstrassen und der Umleitung des Güterfernverkehrs über andere bestehende Bahntrassen sowie deren Ertüchtigung zu erstellen und 
2. kurz- und mittelfristig lärmmindernde Maßnahmen (z. B. die Umrüstung der Waggons auf die wesentlich leiseren K- bzw. L-Sohlen, lärmmindernde Maßnahmen an den Gleisen und am Gleisbett, Einführung lärmabhängiger Trassenpreise sowie weiterer passiver Lärmschutz) beschleunigt umzusetzen.
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/064/1706452.pdf

Und wie reagiert die CDU/CSU auf diesen Antrag? 
Mit dem sattsam bekannten Verhaltensmuster - das die Betroffenen seit Jahrzehnten gewohnt sind. d.h.:
Entweder mit Ablehnung
http://www.cducsu.de/Titel__rede_den_schienenbonus_schrittweise_abschaffen/TabID__1/SubTabID__2/InhaltTypID__2/InhaltID__19372/Inhalte.aspx

oder mit Ankündigungen von Maßnahmen, die teilweise schon vor mehr als 10 Jahren angekündigt wurden - z.B. die K-Sohle - deren lärmreduzierende Wirkung aber sachlich falsch  angesetzt werden. 
http://www.cducsu.de/Titel__rede_der_leisen_bahn_gehoert_die_zukunft/TabID__1/SubTabID__2/InhaltTypID__2/InhaltID__19371/Inhalte.aspx

Die behauptete Lärmreduzierung durch den Einsatz der K_Sohle ist bisher nicht nachgewiesen. Bisher ist die Frage offen, ob ein mit K-Sohle ausgerüsteter Güterzug nach drei Jahren noch ebenso leise ist wie nach seiner 1. Testfahrt. Einen Unterschied von mehr als 5 dB(A) zwischen der Vorbeifahrt eines Güterzuges mit Graugussklotzbremsen und der Vorbeifahrt eines Güterzuges mit K-Sohlen gibt es nach Berechnung nicht. Siehe neues Regelwerk der Bahn, Schall03, Entwurf.

Siehe Eintrag auf dieser Seite vom 0.3.07.2011:
Wirkung unterschiedlicher Güterwagen-Bremssysteme auf den Vorbefahrpegel

04.07.2011: Einladung zur GroßDemo am 09. Juli 2011 in Stuttgart: Diese Einladung richtet sich nicht nur an die Gegner von S21. Sie richtet sich auch an alle, die sich gegen eine gewissenlose Politik von Bund und Bahn und deren eigennützige Interessen wehren. Das Projekt Stuttgart 21 - ein Paradebeispiel von Volksverdummung?  http://laermberechnung.de/2011/07/01/projekt-stuttgart-21-ein-paradebeispiel-von-volksverdummung/

Kontakt: gernot.schulz@schwabenstreich-bremen-oldenburg.com

03.07.2011: Bis 2020 soll der Schienenlärm um 10dB(A) reduziert werden. Eine wesentliche Maßnahme soll das Umrüsten der Güterzüge mit K- / LL-Sohlen sein. Ist die Maßnahme geeignet, den Lärm der Güterzüge dauerhaft wesentlich zu mindern? Sind Güterwagen 
mit K-/ LL- Sohlen nach 200 000 km lauter als zu Beginn der Umrüstung? Die BVS ist dieser Frage nachgegangen 
und hat recht unterschiedliche Antworten von Sachverständigen erhalten.
Hier das Ergebnis der Nachfrage: Wirkung unterschiedlicher Güterwagen-Bremssysteme auf den Vorbefahrpegel

01.07.2011: Stuttgart: Zwischenbericht von sma bewertet S21-Test kritisch: Die Verwirrung um den so genannten Stresstest zu Stuttgart 21 hört nicht auf. Der unabhängige Gutachter, das Schweizer Planungsbüro sma, hat Zweifel daran, dass das Bahn-Projekt den Test in allen Punkten besteht. Die Deutsche Bahn reagierte gelassen auf die Kritik des Gutachters.

Wie aus einem dem SWR vorliegenden Papier des Züricher Planungsbüros sma hervorgeht, haben die Schweizer Planer bislang nur wenige Vorgaben der Deutschen Bahn zum Stresstest für Stuttgart 21 vorbehaltlos akzeptiert. In wichtigen Punkten des Papiers, mit dem auch der Lenkungskreis von Stuttgart 21 am 16. Juni über den Sachstand informiert worden war, machte sma Vorbehalte geltend. Die meisten Vorgaben der Bahn zum Stresstest hatte das Planungsbüro bis zu diesem Termin aber noch nicht abschließend geprüft.

http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=8253260/1qw3ir0/index.html

25.06.2011: Rechnungshof: Bund kontrolliert Bahn zu wenig. Die Bahn bekommt jährlich 2,5 Milliarden Euro vom Staat. Der Qualitätsbericht, den das Unternehmen dafür liefert, sei aber ungenau, so der Bericht des Rechnungshofs. Das liegt vor allem an undeutlichen Vertragsformulierungen.

Der Bundesrechnungshof übt massive Kritik an der Finanzierung des Schienenetzes. Das Bundesverkehrsministerium sei nicht in der Lage zu überprüfen, ob die Bahn jedes Jahr die Mittel für den Erhalt des Netzes sinnvoll investiere und damit die Qualität des Schienennetzes steige, heißt es in einem Prüfbericht, der dem Handelsblatt vorliegt.

Im Zentrum der Kritik steht die "Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung" zwischen Bund und Bahn: Danach überweist der Bund der Bahn jedes Jahr 2,5 Milliarden Euro. Die Bahn erklärt im Gegenzug jährlich in einem Bericht, wie sie die Qualität der Schienen, Weichen und Bahnhöfe verbessern konnte. Der Zustandsbericht sei für die „Outputkontrolle bei der Schienenwegefinanzierung bislang nicht geeignet“, schreiben die Prüfer. So fehlten wesentliche Informationen. Bei der Berechnung des Durchschnittsalters der Gleise und Weichen etwa fehlten 7.300 Kilometer Gleise (12,3 Prozent) „und mehr als 31.000 Weichen/Kreuzungen (etwa 43 Prozent)“. Bahnsteige seien ungenau bewertet worden. „Teils hat die DB AG Zustandsnoten für Bahnanlagen vergeben, die vor Ort nicht vorzufinden waren“. Das Ministerium wollte sich am Freitag nicht zu dem Bericht äußern.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/rechnungshof-bund-kontrolliert-bahn-zu-wenig/4323734.html

24. Juni 2011: Kurzfilme zum "Bahnwahnsinn" von Studenten der Kunstschule Offenburg. Bereits an anderer Stelle wurde schon auf die Kurzfilme aus dem Sommersemester 2010 hingewiesen, die zum Download zur Verfügung stehen. Die Filme greifen das Bahnlärmproblem mit ganz unterschiedlichen Mitteln auf und sind z.T. sehr originell und im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur Abwechslung gut einzusetzen.
Hier einige Beispiele
20.  Mai  2011:Stadt und Land zahlen den Löwenanteil von S21, und die Bahn sahnt ab - eine Finanzierungsakrobatik , die man kaum für möglich hält:
Wirtschaftsfachleute haben über die Finanzierung von Stuttgart 21 herausgefunden : Die tatsächliche Lastenverteilung verkehre sich ins Gegenteil. Nicht Bund und Bahn finanzierten den Großteil des Projekts, sondern in erster Linie Stadt und Land. Nach dieser Untersuchung, „erzielt die Bahn doppelt soviel Einnahmen  wie sie ins Projekt investiert“. Bahnchef Grubes Spruch, „die Bahn schenkt Stuttgart einen Bahnhof“, komme angesichts dieser Erkenntnis einer Verhöhnung von Land und Leuten gleich.

Ausgehend von den offiziellen Zahlen und dem Diagramm zur Lastenverteilung werden in einer 16-seitigen Broschüre erstmals alle publik gewordenen Erlöse und Transferleistungen addiert und subtrahiert. Unterm Strich kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass der Erlös der Bahn sogar höher ausfällt als die Projekt-Investitionen von Bund und Bahn zusammengenommen.
Stadt und Land zahlen den Löwenanteil      http://www.youtube.com/user/WerZahltS21
Ramsauer droht GRÜN-ROT wegen Stuttgart 21    Bund zahlt nicht für Stuttgart 21

06.  Mai  2011: Am 16. Mai  steht  der Entwurf der VDI - Norm 3722-2  (Wirkung von Verkehrsgeräuschen - Teil 2) zur Diskussion:
Dieser Entwurf umfasst 60 Seiten und enthält zahllose fragwürdige Formulierungen, die - bei Anwendung - zu noch fragwürdigeren Ergebnissen führen: Zum Beispiel:
- zur Beschreibung der Lästigkeit am Tag Parabeln (erst bei Straßenverkehrslärm mit einem Jahresmittelungspegel von 98 dB werden 100% der Anwohner "sehr belästigt") und
- zur Beschreibung der Aufweckwahrscheinlichkeit bei Nacht Geraden (erst bei 175 dB werden alle Schlafenden geweckt, bei 200 dB sogar 118% aller Schlafenden!)
verwendet,  anstelle mathematischer Funktionen, die einerseits die Lästigkeit am Tag und andererseits die Aufweckwahrscheinlichkeit während der Nacht besser beschreiben.

Es gibt einen 16 Seiten langen Vorschlag, der die Anwendung der VDI - Norm ganz wesentlich vereinfachen und nicht zu den o.g. fragwürdigen Ergebnissen führen würde. Dieser Vorschlag wird am 16. Mai dem Gremium zur Diskussion vorgelegt.

05  Mai  2011: DB - Gezielte Investitionen für das Netz von morgen: 
Die DB Netz AG setzt die derzeit verfügbaren Mittel ein, um bereits begonnene Projekte fortzuführen und Kapazitätsengpässe zu beseitigen.
Die Voraussetzung für ein weiteres Wachstum des Schienenverkehrs ist eine leistungsfähige und hochwertige Infrastruktur. Neu- und Ausbaustrecken sind ein wesentlicher Bestandteil für das Netz von morgen und daher unverzichtbar. Einen Überblick über die Neu- und Ausbauprojekte finden Sie hier:
http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/konzern/db__hintergruende/bauen__bahn/ausbau__neubauprojekte/aus__und__neubauprojekte.html
11  April  2011:Wie wirken unterschiedliche Güterwagen-Bremssysteme auf den Vorbeifahrpegel nach 50.000 km Laufleistung? Bis zum Jahr 2020 sollen Verkehrsgeräusche um 10 dB(A) gesenkt werden (gegenüber 2008).Wenn diese Aufgabe durch Umrüstung vorhandener Güterwagen (von Grauguß-Klotz-Bremse auf Verbundwerkstoff-Bremssohle) erreicht werden soll, dann ist die Frage, ob allein eine solche Umrüstaktion eine Lärmminderung von 10 dB(A) bewirken kann - oder ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Dieser Frage möchte die BVS nachgehen. Die BVS wünscht sich zu diesem Thema eine Diskussion und Antworten auf ihre Fragen. Hier können Sie einen Kommentar abgeben:
Die K-Sohle ist zugelassen - die LL-Sohle nicht. Sind Lärmsanierungsmaßnahmen an der Quelle lediglich Pilotprojekte?

04.  April  2011: Güterzüge machen Mittelrheintal zu einem der lautesten Orte in Deutschland: Hier finden Sie den aktuellen Pressebericht

31  März 2011: Bürger im Mittelrheintal sind stärkeren Lärmbelästigungen ausgesetzt als Flughafenanwohner: Die Bürger im Mittelrheintal werden stärker vom Lärm belästigt als Anwohner von Autobahnen oder am Flughafen. Dies haben Messungen und eine im Auftrag des Hessischen und des Rheinland Pfälzischen Umweltministeriums erstellte Befragungsstudie ergeben. „In weiten Bereichen hat das im Rheintal abgeschlossene Lärmsanierungsprogramm des Bundes nicht dazu geführt, den Schienenlärm erträglicher zu gestalten“, stellt Umweltministerin Puttrich fest. „Hier muss dringend etwas passieren, um den Menschen zu helfen. Das technisch und betrieblich mögliche Potential zur Minderung von Lärm an der Strecke muss unverzüglich ausgeschöpft werden“.

Um so unverständlicher ist die Entscheidung des Petitionsausschusses des Deuteschen Bundestages, eine Petition der Bürgerinitiative-Mittelrheintal lediglich als "Material" zu den Akten zu legen und keinen dringenden Handlungsbedarf zu sehen, den Bahnlärm zu mindern. Siehe unten: Eintag vom 8.März 2011.

Studie ermittelt Schlafstörungen
http://www.hmuelv.hessen.de/irj/HMULV_Internet?uid=8f55033b-cb09-d611-aeb6-df144e9169fc
Befragung-Belästigung-Mittelrheintal

Bahnlärm macht krank

26.  März 2011: Fährt die Rheintalbahn auch im Mittelrheintal? Anträge in Bundestag und Bundesrat / Koalitions-Beschluss sorgt für Irritationen
siehe Eintrag vom 18.März 2011
Kurz vor den Wahlen überschlagen sich alle Parteien mit Aktionen gegen den Bahnlärm. Der Bundestag debattierte in der vergangenen Woche über Anträge sämtlicher Fraktionen. Auch der Bundesrat hat sich mit dem Thema befasst. 

Bis auf einen Antrag von Abgeordneten der Linken bezogen sich allerdings alle Anträge im Bundestag auf die Rheintalbahn
Tatsächlich sei das Rheintal auch im Antragstext nicht erwähnt. Dennoch sei bei der Beschlussfassung eindeutig das ganze Rheintal einbezogen worden, betont CDU-Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Willsch. Er schließe jedoch nicht aus, dass dies nicht jedem bewusst gewesen sei.

Die Strecke zwischen Basel und Karlsruhe soll wegen drohender Engpässe stufenweise viergleisig ausgebaut werden. Ein Teilabschnitt zwischen Raststatt und Offenburg ist bereits in Betrieb. Der Antrag von CDU/CSU und FDP zum „Anwohnerfreundlichen Ausbau der Rheintalbahn“ sieht vor, die Trassenführung so zu gestalten, dass Menschen und Umwelt so wenig wie möglich belastet werden. „Wo es trotzdem unumgänglich ist, muss dies möglichst umwelt- und anwohnerfreundlich geschehen“, heißt es im Antragstext. Ziel sei es, die Akzeptanz für den ökologisch bedeutsamen Verkehrsträger Schiene nicht weiter zu gefährden.
http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/10366206.htm

Abgeordnete unterstützen Proteste gegen Bahnlärm n der Region Mittelrheintal:
http://www.prport.net/abgeordnete-unterstuetzen-proteste-gegen-bahnlaerm-pr71592.html

18.  März 2011: Bundestagsdebatte und Beschlussfassung zum Ausbau der Rheintalbahn: Die Reden der Abgeordneten als Video und als Protokoll.
12.  März 2011: Kongress zum Schienenlärm am 11. Juli 2011 in Freiburg: Der Regionalverband Südlicher Oberrhein und die Uni Freiburg richten einen Schienenlärmkongress aus. Er findet von 9 bis 12.30 Uhr in der Aula der Universität (Kollegiengebäude I) statt. Teilnehmen werden Fachleute aus Wissenschaft und Justiz, darunter der Vorsitzende Richter des Eisenbahn-Senats am Bundesverwaltungsgericht, Ulrich Storost. http://www.badische-zeitung.de/bildung-wissen-1/kongress-zum-schienenlaerm--3011675.html

Aussagen von Richter Storost zur Deutschen Lärmschutzpolitik im Rahmen der Tagung „Maßnahmen gegen Verkehrlärm“ des Verkehrsclub Deutschland:
"Das Bundes-Immissionsschutzgesetz kann als Maßstab für die gerichtliche Beurteilung der Unzumutbarkeit von Verkehrslärm nur eingeschränkt herangezogen werden. 
Die Verkehrslärmschutzverordnung ist ein Musterbeispiel für eine spezifisch juristische Komplexitätsreduktion, die mit der Lebenswirklichkeit nur wenig zu tun hat und statt dessen weitgehend mit Fiktionen arbeitet. 
Ebenso unklar sind die Voraussetzungen, unter denen § 41 Abs. 2 BlmSchG das Gebot aktiver Schallschutzmaßnahmen außer Geltung setzt. Diese Vorschrift ist ein bemerkenswertes Beispiel für ein kaum noch erträgliches Maß an gesetzgeberischer Entscheidungsabstinenz.
Die vom Recht vorgegebenen materiellen Schutzstandards bei der Bekämpfung von Verkehrslärm sind im Bereich des Straßen- und Schienenverkehrs lückenhaft .... Maßstäbe für die Beurteilung einer verkehrsmittelübergreifenden Gesamtlärmbelastung fehlen völlig, obwohl eine solche Beurteilung unter Zumutbarkeits- und Grundrechtsschutzgesichtspunkten geboten ist
."
Diese Aussagen stammen von 2004. Wie sieht die Situation heute, 2011, aus?
Hat der vorsitzende Richter des Eisenbahn-Senats am Bundesverwaltungsgericht  durch seine Rechtssprechung in den vergangenen 7 Jahren  irgend etwas an dieser Situation geändert? Was hat er mit dem schweigenden Gesetzgeber gemacht, der seinen Schutzpflichten nicht nachkommt? Man darf auf seinen Vortrag gespannt sein.
Storost: Deutsche Lärmschutzrecht Thesen 2004
Storost: Deutsche Lärmschutzrecht Vortrag 2004
Dr. Dr. Berkemann: Was machen wir Richter mit dem schweigenden Gesetzgeber? 1996

08.  März 2011: Bundesregierung sieht im Bahnlärm keine Gefahr für den Welterbe-Status des Rheintals: Das Mittelrheintal stelle schon aus historischer Sicht "einen der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas" dar. Der reguläre Eisenbahnbetrieb sei schon bei der Anmeldung und Anerkennung als Unesco-Welterberegion im Jahr 2002 kein Hindernis gewesen. 

Die Vereinbarung zwischen der UNESCO und der Bundesregierung schreibt allerdings explizit vor, dass die Regierung Maßnahmen zu ergreifen hat, um den Bahnlärm in angemessener Form zu mindern. Die Bundesregierung hat dennoch eine Petition der Bürgerinitiative Mittelrheintal lediglich als "Material" zu den Akten gelegt. FAZ, 08.03.2011

05.  März 2011: Bundesverwaltungsgerichtshof: Der Schienenbonus ist zu berücksichtigen.
BVerwG 7 A 14.09
BVerwG 7 A 14.09
BVerwG 7 A 14.09
BVerwG 7 A 

Bei der Bewertung der Zumutbarkeit des von oberirdischen Eisenbahnstrecken hervorgerufenen sekundären Luftschalls können die Innenraumpegel der 24. BImSchV herangezogen werden; dabei ist auch der so genannte Schienenbonus zu berücksichtigen.
Der Verordnungsgeber ist gehalten, die weitere Rechtfertigung des so genannten Schienenbonus auf der Grundlage der vorliegenden Studien der Lärmwirkungsforschung zu überprüfen.

Urteil vom 21.12.2010

http://www.bverwg.de/enid/311?e_view=detail&meta_nr=1613

Die BVS wird zu dieses Urteil in Kürze ihre kritischen Anmerkungen machen.

24.  Feb. 2011: Demokratie-Kongress21!  27.02.2011 in Stuttgart, 9 bis 18 Uhr. Bürgerinnen und Bürger entscheiden selbst! 
DGB-Haus Stuttgart Willi-Bleicher-Straße2 / Theodor-Heuß-Straße
Vorträge Informationen Debatten Erfahrungsaustausch Plena Arbeitsgruppen Workshops und Kultur http://www.attac.de/aktuell/stuttgart21/demokratie-kongress-21/?L=2    http://www.demokratie-kongress21.de/home.html

Werkstatt für Gewaltfreie Aktion Baden: http://www.wfga.de/

20.  Feb. 2011: Angst vor einem zweiten Stuttgart 21
Ministerpräsident Mappus und der Bahnchef auf Kuscheltour am Oberrhein. Das Bahnprojekt dort soll kein neues Debakel werden. Der Bau einer neuen Strecke im Südwesten ist ähnlich umstritten wie das Bahnhofs-Projekt in Stuttgart
Die Bürgerinitiative "IG BOHR" hatte die Einladung an die "lieben MitBOHRerInnen" so höflich formuliert, dass es schon wieder ironisch klang. "Der Reiseplan der angekündigten Persönlichkeiten steht fest", hieß es unter der Überschrift "Hoher Besuch am Südlichen Oberrhein" und den Konterfeis von Bahnchef Rüdiger Grube, Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und mehreren Ministern der Landesregierung. Es folgte eine Liste der Stationen, wo Bürger und Betroffene "unserem hochrangigen Besuch" möglichst zahlreich begegnen sollten. Ein halbes Dutzend Kernforderungen werde "dem hohen Besuch" dann verdeutlichen, wie die Rheintal-Bahnstrecke von Karlsruhe Richtung Schweizer Gotthard-Basistunnel ausgebaut werden solle: menschenverträglich, umweltgerecht und zukunftstauglich......
http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article12590744/Angst-vor-einem-zweiten-Stuttgart-21.html
16.  Feb. 2011: Demonstration als Zeichen: Geduld hat ein Ende „Güterzüge raus aus dem Rheintal!“ Am 7. Mai findet eine Kundgebung in Rüdesheim statt / Klare Forderung: 
Auf Einladung von Landrat Burkhard Albers und dem zuständigen Kreisbeigeordneten Karl Ottes trafen sich Frank Groß, Wolfgang Schneider und Claudia Schneider von den Bürgerinitiativen gegen den Bahnlärm im Rheintal im Kreishaus, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Pressemitteilung
10.  Feb. 2011:Städte planen neue Wohngebiete an Schienenstrecken mit unterschiedlichem Anspruch an gesunde Wohnverhältnisse
!. Beispiel:
Einstimmig haben Umwelt und Bauausschuss der Stadt Hannover  die Pläne für ein neues Wohngebiet an der Güterumgehungsbahn Hannover gebilligt. Die Güterumgehungsbahn zählt bundesweit zu den am meisten befahrenen Strecken. Alle drei Minuten fährt ein Güterzug rund um die Uhr. Die Verwaltung sieht kein Problem, das der Bewilligung eines Wohngebietes grundsätzlich im Weg steht Die Stadt räumt zwar ein. dass der Zugverkehr -trotz der geplanten Lärmschutzwand entlang der Strecke - zu Lärmbelästigungen führe, die man besonders während der Nacht wahrnehmen werde. Dabei würden auch Orientierungswerte für die städtebauliche Planung überschritten. Rechtliche Folgen habe diese Überschreitung aber nicht, da die gesetzlichen Grenzwerte deutlich höher liegen und nach den Berechnungen der Verwaltung eingehalten würden.
Wer die angekündigte Lärmschutzwand zahlt ist hier die Frage.
http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Sued/Neuer-Weg-soll-zur-Stadtbahn-Haltestelle-fuehren
siehe auch Schienenlaerm - der Blog

2. Beispiel:
Der Bebauungsplan für das Wohnviertel in Oldenburg ist vorbereitet. Hauptziele sind u.a., die Wohnnutzung in den Häusern dieses Viertels zu stärken und dem Bedürfnis der Anwohner nach Ruhe gerecht zu werden. Das Stadtplanungsamt weist darauf hin, dass die Stadt mit mindestens 710 000 Euro Ausgaben rechnen müsse, um auf eigene Rechnung eine 370 Meter lange Lärmschutzwand an den Bahngleisen hochzuziehen. Es sei nämlich sehr fraglich, ob das Eisenbahnbundesamt bei künftig steigenden Zugbelastungen die Bahnstrecke in ein Sanierungsprogramm aufnehmen werde. Die Stadt wäre „verpflichtet, gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse für das Bebauungsplangebiet zu gewährleisten“.
http://www.nwzonline.de/Region/Stadt/Oldenburg/Artikel/2530147/Stadt-soll-Laermschutz-fuer-Bahn-zahlen.html

02  Feb. 2011: Bahnlärm-Initiative Bremen und der Verein Bremer Spediteure setzen sich  gegen Bahnlärm ein.   Bahnlärm gemeinsam vermindern:
26. Januar 2011: BETUWE-Linie: Das dritte Gleis kommt Diese Nachricht klingt für die, die beim Betuwe-Projektbeirat in Düsseldorf nicht mit am Tisch gesessen haben, "unglaublich". Nach über 18 Jahren, de facto ergebnislosem Kampf um sozialverträglichen Ausbau der Bahn-Strecke zwischen Emmerich und Oberhausen reagieren die Anrainer mit einer gehörigen Portion Skepsis auf die Finanzierungszusage von Bahn und Bund. Beim Ausbau der Betuwe-Linie gab's gestern den Durchbruch. Bund und Bahn sicherten im Projektbeirat zu, dass der Streckenausbau samt Lärmschutz umgesetzt wird. Die Finanzierung steht, sobald Planrecht erreicht ist.

Kommentar der BI BETUWE-LINIE- so nicht!
Wenn das alles stimmt sind wir einen gewaltigen Schritt weiter. Aber die Skepsis ist riesengroß nach den vielen Jahren negativer Erfahrung. Wir werden die weitere Entwicklung sehen, das Zeitfenster ist jetzt unglaublich knapp. Und es sind immer noch jede Menge Details unklar. Wie man das in der kurzen Zeit klären will ist mir unverständlich. Nächste Woche gehts weiter mit einer Veranstaltung in der Stadthalle Dinslaken mit Bund, Bahn und Land.

siehe  Presselink vom 26./27..01. 2011

26. Januar 2011Nur auf dem für den europäischen Schienen-Güterverkehr wichtigsten Korridor von Rotterdam nach Genua soll für 870 Millionen Euro ERTMS eingebaut werden. Da ERTMS den bestehenden Signalsystemen weit überlegen ist, lassen sich Zugdichte und Kapazität der Strecken deutlich erhöhen. Je länger die Strecke, desto konkurrenzfähiger könnte der Güterzug im Vergleich zum Lkw sein. Deshalb hat die EU verschiedene Korridore in Europa festgelegt, und die Mitgliedstaaten haben sich vor zwei Jahren verpflichtet, diese Strecken mit einer einheitlichen Sicherheitstechnik auszurüsten: dem European Rail Traffic Management System (ERTMS). Sie besteht aus Sicherungsinstallationen an der Strecke und entsprechenden Komponenten auf den Lokomotiven. Mit der richtigen Ausrüstung könnten die Loks ohne Halt von Schweden nach Süditalien fahren. Da ERTMS den bestehenden Signalsystemen weit überlegen ist, lassen sich Zugdichte und Kapazität der Strecken deutlich erhöhen. Weil die Installation der zugesagten Technik auf allen vier Korridoren durch Deutschland die Bundesregierung 4,5 Milliarden Euro kosten würde, strebt Berlin jetzt preiswertere Lösungen an und verzichtet dafür sogar auf beträchtliche Kofinanzierungsmittel aus Brüssel. 

siehe auch Presselink vom 25.01. 2011

25. Januar 2011 Studierende der Hochschule Offenburg stellen Protestplakate und Filme gegen Bahnlärm bundesweit kostenlos zur Verfügung: Rund 200 Studenten haben sich in den vergangenen drei Jahren mit dem Bahnlärm-Thema befasst. Die Idee ist, die Arbeiten der Studenten, die kostenlos zu haben sind, breiter verfügbar zu machen: Da die Plakate und Filme auf das  bundesweite Problem  »Bahnlärm« abzielen, sollen auch andere Bürgerinitiativen mit den Plakaten arbeiten können. Interessant ist das Angebot für Initiativen »von Flensburg bis Weil am Rhein«.  

Die Internetseite http://www.bahnwahnsinn.de/

ist als Mediathek gedacht, So sind Plakate etwa mit »Blanko«- Ortsschildern verfügbar, also auch anderswo einsetzbar. Auf der Internetseite sind 32 Filme sowie rund 100 Plakate anzusehen und zum Herunterladen verfügbar. 
Die Filme haben eine Länge von 2 min. und sind z.T. sehr originell. Hier wird ein gesellschaftspolitisches Problem einmal mit visuellen Mitteln unter neuem Blickwinkel ganz kreativ bearbeitet. Ein super Angebot zur aufmunternden Einstimmung für alle BI`s, die mal wieder eine Versammlung gegen Bahnlärm geplant haben.

siehe auch Presselinks vom 25.01. 2011

24. Januar 2011: Bundesweite Aktion gegen Bahnlärm: 40 Bürgerinitiativen veröffentlichen nach Internationalem Bahnlärm-Kongress zeitgleich eine Resolution Nun liegen sie endlich vor, die Ergebnisse des Internationalen Bahnlärm-Kongresses, der Mitte November in Boppard stattfand. 
siehe: Bericht vom IBK2010

Presseinformation
Kommunique und Resolution

20. Januar 2011:Schweiz: Lärmsanierung Güterwagen der SBB abgeschlossen 
Seit 2005 hat SBB Cargo rund 5500 Wagen lärmsaniert und nur noch lärmarme Wagen zugekauft. Mit über 85 Prozent leiser Wagen ist SBB Cargo Pionier in Europa. Der Umbau erfolgte vorwiegend im Industriewerk Bellinzona und in der Serviceanlage von SBB Cargo am Rangierbahnhof Limmattal. Ende 2010 hat SBB Cargo die Sanierung des letzten Güterwagens abgeschlossen. Bei rund 5500 Güterwagen wurden unter anderem die Bremszylinder erneuert und Gussbremsen durch die lärmarmen und europaweit bereits zugelassenen K-Sohlen ersetzt. Gleichzeitig wurden rund 2000 neue lärmarme Wagen beschafft. Damit sind 85 Prozent aller Wagen von SBB Cargo lärmarm unterwegs. Die restlichen rund 1200 alten Wagen werden in den nächsten zehn Jahren ausrangiert, ein Umbau würde sich nicht mehr lohnen. Auch rund 800 Wagen der Flotte von SBB Infrastruktur sind lärmsaniert. 

Mit dem lärmarmen Wagenpark ist die SBB in Europa Spitzenreiterin. Der Eingriff ins Bremssystem erfordert viel Know-how und Professionalität. Die Sanierungsarbeiten durchgeführt haben vor allem das Industriewerk Bellinzona und die Serviceanlage von SBB Cargo am Rangierbahnhof Limmattal. Zur praktischen Erprobung der günstigeren, aber noch nicht zugelassenen LL-Bremssohlen aus Verbundstoffen beteiligt sich die SBB am Testzug «Europetrain». Die LL-Sohlen werden in Skandinavien und in Deutschland erprobt, weitere Testfahrten innerhalb Europas sollen folgen. Dank dieser Technologie müssten an bestehenden Güterwagen nicht mehr das gesamte Bremssystem angepasst, sondern lediglich noch die konventionellen durch LL-Bremssohlen ersetzt werden. Die SBB unterstützt die Prüfung dieser Technologie und wird mit ihren Loks auch die Testzüge in der Schweiz fahren. Zudem begleiten Experten der SBB die Arbeit in den internationalen Gremien. 

Ziel des «Europetrain» ist es, die LL-Sohlen in der Praxis zu testen und deren technische Zulassung zu erreichen. Die Lärmsanierung der ausländischen Fahrzeuge ist auch im Interesse der SBB, denn rund zwei Drittel der auf ihren Transitstrecken verkehrenden Fahrzeuge stammen aus dem Ausland. Mit einer Zulassung der günstigeren LL-Bremssohlen hätten die Bahnen einen weiteren Meilenstein in den europäischen Anstrengungen zur Bekämpfung des Eisenbahnlärms erreicht. Neben der Lärmsanierung der Wagenflotte realisiert die SBB weitere Schallschutzmassnahmen. Vor allem an Linien mit hohem Güterverkehrsaufkommen baut die SBB bis 2015 insgesamt rund 300 Kilometer Schallschutzwände. Wo keine Schutzbauten möglich sind, werden zudem zahlreiche Häuser mit Schallschutzfenstern ausgerüstet 
(
Pressemeldung SBB, 20.01.11).

18. Januar 2011:Teilerfolg für die Stadt Offenburg
Das Regierungspräsidium Freiburg hat heute in einem Pressegespräch mitgeteilt, dass es die A3-Trassen-Planungen 
der Deutschen Bahn im Bereich Offenburg als nicht rechtmäßig und daher nicht genehmigungsfähig ablehnt. 
Damit erhöht sich die Chance auf den Güterzugtunnel deutlich, den die Bürgerinitiativen fordern.
Inhaltlich fehlerhaft und unvollständig nannte die Behörde in ihrer Zurückweisung die Unterlagen der Bahn. Sie kritisierte insbesondere die großräumige Nichteinhaltung der Lärmgrenzwerte, die massive Beeinträchtigung des Ortsbilds durch vorgesehene Lärmschutzwände, die erheblichen Eingriffe ins Privateigentum durch zahlreiche Gebäudeabrisse samt fehlender Rechtfertigung, die unzureichende Betrachtung von Belangen des Denkmalschutzes sowie eine Vielzahl weiterer mangelhafter Detailplanungen.

Die Bahn hatte im Mai 2007 beim Eisenbahn-Bundesamt den Antrag auf Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt von Offenburg bis Hohberg gestellt. Das Regierungspräsidium führt hierzu das An­hörungsverfahren durch. Die Offenlage der Antragsunterlagen und die Behör­denanhörung erfolgten im Sommer 2008. Neben den ausführlichen Stellung­nahmen von über 60 Fachbehörden wurden rund 46000 private Einwendungen gegen das Vorhaben vorgelegt. Ende März 2010 hat die Bahn zu den Stellung­nahmen der Fachbehörden sowie zur umfangreichen Stellungnahme der Stadt Offenburg, die nahezu vollständig die Argumente der Privateinwendungen be­rücksichtigt, eine Gegenäußerung abgegeben. Auf dieser Grundlage hat das Regierungspräsidium die jetzt vorliegende umfassende Bewertung des Vorhabens vorgenommen.

Ohne den  jahrelangen hohen Druck auf die Politik und den massiven Protest der Bürgerinitiativen gegen die Ausbaupläne der Bahn,  wäre ein derartiger Erfolg nicht möglich geworden. Die Bürgerinitiativen waren bestens für ihren Kampf gegen den Schienenlärm vorbereitet. 

http://offenburg.de/html/aktuell/aktuell_u.html?artikel=7116&cataktuell=3&m=356

09. Januar 2011: Schienenlaerm.de - der Blog ist eingerichtet:
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