Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V.

Aktuelle Notizen 

Aktuelle Notizen in 2009; 20082007; 2006; 2005; 2004; 2003; 2002; 2001

 

20. August 2010:


Der Kongress - IBK2010 - wird von Bürgerinitiativen ausgerichtet und richtet sich insbesondere an Politiker in Europa, beim Bund sowie in den Ländern, Kreisen und Kommunen, um die von Bahn, Eisenbahnbundesamt und Lobbyisten zumeist einseitig geprägten Informationen zu objektivieren und zu vervollständigen. Zusammen mit Technikern, Lärmexperten, Politikern und Vertretern von Bürgerinitiativen werden  anerkannte Fachgrößen zwei Tage lang über das Thema „Lärm macht krank – und was man dagegen tun kann“ sprechen. Neben dem gesundheitlichen Aspekt „Stress durch Lärm“ stehen sowohl die rechtlichen Themen, hier vor allem „Versäumnisse von Politik und Bahn“, als auch ein ganzes Bündel innovativer und wirksamer Lärmschutzmaßnahmen auf dem Tagungsprogramm.

Gehören Sie auch zu den Anlieger an Schienenwegen? Fühlen Sie sich auch durch Schienenlärm erheblich belästigt? 
Dann kommen Sie zu dem Kongress und unterstützen Sie die Bürgerinitiativen, die sich bereits vernetzt haben, um den Kongress ausrichten zu können. Je mehr Teilnehmer auf dem Kongress versammelt sind, desto mehr wächst der Druck auf die Verantwortlichen, endlich effektive Maßnahmen zur Reduzierung des Bahnlärms zu ergreifen.
Bahnlärm macht krank und die Betroffenen bilden die Lobby gegen den Bahnlärm und für ein humanes und dennoch  leistungsfähiges Güterbahnsystem. Sie sind herzlich eingeladen und eine Spende ist ebenfalls sehr willkommen.

ausführliche Informationen zum Kongress finden Sie unter: http://www.ibk2010.de

12. August 2010: Eine aktuelle Studie belegt, dass Politik und Bahn den Güterverkehr systematisch vernachlässigt.
Das Umweltbundesamt - UBA -  hat eine Studie zur Infrastruktur des Schienenverkehrs in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Die Studie beschäftigt sich mit dem Ausbau des Schienennetzes in Deutschland zugunsten des Güterverkehrs. Das erklärte Ziel der Politik sei es,  den Zuwachs des Güterverkehrs möglichst vollständig auf die Schiene zu bringen. UBA Präsident Jochen Flasbarth sagt dazu:.„Der Güterverkehr muss so organisiert werden, dass er den Erfordernissen des Klimaschutzes Rechnung trägt. Darum muss der Güterverkehr stärker auf die Schiene verlagert werden. Mit dem vorgelegten Ausbaukonzept können heute die Weichen für einen nachhaltigeren Gütertransport gestellt werden.“  

Wie der Schienenlärm bei einer massiven Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene reduziert werden soll, ist nicht Gegenstand der Studie.                                  

18. Juli  2010: Ein Sonderfall von Lärmsanierung an der Güterumgehungsbahn in Hamburg. Auf Wunsch der Anlieger gibt es mehr Lärmschutz als nach der Förderrichtlinie zulässig.

An der Güterumgehungsbahn in Hamburg werden z.Z. Schallschutzwände montiert. Seit 1999 wird die „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ von der Bundesregierung gefördert. Uns ist bis heute kein Fall bekannt, in dem den Betroffenen mehr Lärmschutz zugestanden wurde als es die Förderrichtlinie zum Lärmsanierungsprogramm zulässt. Angebote von Anliegern, sich an den Kosten zu beteiligen, wenn höhere bzw. längere Schallschutzwände gebaut werden als es die Richtlinie zulässt, lehnte die Bahn konsequent ab mit dem Argument, dass die Folgekosten dann nicht geklärt seien. 

In Hamburg macht die Bahn nun eine Ausnahme. Auf Wunsch und mit finanzieller Beteiligung der Anlieger sowie der Stadt Hamburg werden über den sich aus der Förderrichtlinie zum Lärmsanierungsprogramm ergebenden Umfang der Lärmsanierung hinaus in etlichen Bereichen höhere bzw. längere Schallschutzwände gebaut. Pikant an der Geschichte ist, dass die Strecke längst planfestgestellt war nach der Förderrichtlinie zur Lärmsanierung. Nachträglich ging die Bahn dann auf die Wünsche der Anlieger ein.

06. Juli  2010: Die unendliche Geschichte der Y-Trasse
                           Bahngipfel Bremen: Planung der Y-Trasse Hannover-Bremen-Hamburg beginnt NEU

Die Deutsche Bahn AG und Bremen bekennen sich ausdrücklich zur "Y"-Trasse, der geplanten Neubaustrecke zwischen Hannover und Hamburg, von der ein Ast nach Bremen führen soll. 

Im November 2006 finden Sie unter unseren Aktuellen Notizen folgenden Eintrag:
"Auferstehung" der Y-Trasse! Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist vorbei. (siehe auch unseren Eintrag vom 15.8.2006) Vor der Kommunalwahl erreichte die Betroffenen die Botschaft, dass die Y-Trasse aus der Prioritätenliste des BMV ( Bundesministerium für Verkehr) gestrichen sei. Die Betroffenen waren erleichtert. "Das Geld fehlt" teilten die Politiker in Hannover und Berlin mit. Das ist kein halbes Jahr her. Nach der Kommunalwahl heißt es nun, die Y- Trasse soll vordringlich gebaut werden. Die Trasse sei unverzichtbar wegen des neuen Wilhelmshavener Tiefwasserhafens. Geld ist wieder da.  Über 1000 Betroffene haben in den vergangenen Jahren gegen die Y-Trasse protestiert. 

Seit 2006 wurde die Finanzierung der Y-Trasse von den jeweiligen Verkehrsministern immer wieder zugesagt und wieder abgesagt

06. Juli  2010:  Internationaler Bahnlärm-Kongress am 13./14. November in Boppard - am Ort des Geschehens

Die vernetzten Bürgerinitiativen  - siehe Notiz vom 05-07-2010 - bereiten z.Z. gemeinsam mit der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm einen Internationalen Bahnlärm-Kongress - IBK2010 - in Boppard vor, der am 13. und 14. November 2010 stattfinden wird. Die Bürgerinitiativen haben führende Wissenschaftler zu ihrem Bahnlärm-Kongress nach Boppard eingeladen. Mitmachen sollen auch Politiker aller Ebenen. 

Den Termin des  IBK2010 sollten Sie sich schon einmal vormerken. Die Einladungen dazu werden Sie in Kürze auch auf dieser Seite finden.
Pressebericht

05. Juli  2010:  Bürgerinitiativen gegen Schienenlärm erhöhen den Druck auf die Politik im Land massiv
                            Ihr Netzwerk überzieht inzwischen weite Teile des Landes 

Die ganz großen Bürgerinitiativen am Ober- und Hochrhein, am Mittelrhein sowie am Niederrhein und in Nordrhein-Westfalen erhöhen ihren Druck auf die Politik massiv und verstärken nun die Zusammenarbeit mit anderen BI´s im jahrzehnte langen Kampf gegen Schienenlärm.  Initiativen am Niederrhein, wie Lions Emmerich, Betuwe – So nicht! und die IG BISS. Im Ruhrgebiet, halten der Bürgerverein Duisburg und AVUS die Anliegen der Lärmgegner hoch. Am Unteren und Oberen Mittelrhein sind neben der Bürgerinitiative gegen Umweltschäden durch die Bahn auch die IG gegen Bahnlärm in Leutersdorf sowie in Leonberg die AGVL aktiv dabei. Zu dem großen Netzwerk der Bürgerinitiativen gehören auch weitere Netzwerke in der Schweiz und in Italien/Südtirol.

Pressebericht

18. März  2010: Der ALD - Arbeitsring Lärm der DEGA -  darf mit Bürgerinitiativen nicht zusammenarbeiten.

Die Deutsche Gesellschaft für Akustik - DEGA - hat die Voraussetzungen geschaffen, um in einer neuen Fachgruppe, dem
Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD), die Aktivitäten des ehemaligen Deutschen Arbeitsrings für Lärmbekämpfung (DAL) aufzugreifen und fortzuführen. Während der DAL durchaus mit Bürgerinitiativen zusammengearbeitet hat, lehnt die DEGA die Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen ab. Heute wurde am Rande der DAGA 2010 in der Mitgliederversammlung des ALD über die Geschäftsordnung abgestimmt. Der Antrag, auch den Zusatz Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen in die Geschäftsordnung mit aufzunehmen, wurde mit folgender Begründung abgelehnt:
"Das kann und will der ALD nicht leisten. Der ALD möchte keine partikularen Interessen vertreten. Damit kann er auch nicht mit Bürgerinitiativen zusammenarbeiten. Wir können aber die Bürgerinitiativen mit dem im ALD und der DEGA versammelten Sach- und Fachverstand unterstützen"
Abgestimmt wurde schließlich, ob der Begriff Bürgerinitiative in der Geschäftsordnung  an irgend einer Stelle überhaupt verwendet werden dürfe. Die Verwendung des Begriffes Bürgerinitiative in der Geschäftsordnung wurde - im Sinne der DEGA - mehrheitlich abgelehnt.

04. März  2010: Bahn fehlt Geld zum Bau wichtiger Strecken: 46 Projekte können vorerst nicht realisiert werden. Betroffen sind neben Ausbauten auch mehrere Neubaustrecken. Darunter auch Abschnitte auf der als besonders wichtig geltenden Ausbaustrecke Karlsruhe - Basel - die geplante Gütertrasse von Genua nach Rotterdam - siehe: europäischer Güterverkehr  und aktuelle Notizen von 06. Juli 2009. Gerade in den jetzt  zurückgestellten Ausbauabschnitten dieser Strecke gibt es seit Jahren ganz massive Proteste der Betroffenen - siehe www.ig-bohr.de 

Die interne Positiv- und Negativliste der DB zu den geplanten Projekten aus den Jahren 2004 - 2008 finden Sie hier.

25. Februar 2010: : Bahnlärm im Rheintal soll leiser werden:
Hessen und Rheinland-Pfalz haben die Bundesregierung und die Deutsche Bahn aufgefordert, die Menschen im Mittelrheintal besser vor Eisenbahnlärm zu schützen. "Der Bahnlärm hat ein Ausmaß erreicht, das eine unzumutbare Belastung für die Bewohner darstellt", sagte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) am Donnerstag in Mainz bei der Vorstellung eines "Zehn-Punkte-Programms Leises Rheintal". Kernforderungen der beiden Länder sind eine schnellere Auswechslung alter Güterwaggons und lärmabhängige Trassenpreise für Gütertransporte durch das Tal.  10 Punkte Programm 

 

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