| Bundesvereinigung
gegen Schienenlärm e.V.
Aktuelle Notizen 2009 |
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18. Oktober 2009: Risse am Haus
durch Erschütterungen von vorbeifahrenden Zügen? Betroffene wehren sich gegen die Rissbildung an ihrem Haus durch Erschütterungen von vorbeifahrenden Zügen und suchen weitere Betroffene für ein gemeinsames Vorgehen gegen die DB AG. Sollten Sie auch betroffen sein, nehmen Sie Kontakt auf. Hier |
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12. August 2009: Schlafzimmer
werden bei Lärmvorsorge und
Lärmsanierung an Schienenwegen um
4 - 6 dB(A) zu wenig gedämmt
Die 24. BImSchV und die Akustik 23
muss korrigiert werden. Nach der gültigen Verkehrslärmschutzverordnung - 24. BImSchV - wird angegeben, wie die erforderlichen bewerteten Schalldämmmaße zu berechnen sind. U.a. werden in einer Tabelle die Werte für die Korrektursummanden E für Straßen- und Schienenverkehrswege angegeben .Je größer der Korrektursummand E ist, desto höher ist das erforderliche bewertete Schalldämm-Maß. Wenn daher eine Wohnung (oder ein Zimmer) lärmsaniert werden soll, weil der Außenraum zu laut ist, dann sollte die Schalldämmung der Fenster und Wände möglichst hoch sein. Eine vergleichende Untersuchung hat nun ergeben, dass die Außenpegel- Frequenzverteilung bei Straßen- und Schienenverkehrslärm keinen wesentlichen Unterschied aufweist. Daher muss auch das erforderliche bewertete Schalldämm-Maß für diese beiden Verkehrsarten übereinstimmen, d.h. die Korrektursummanden E für Straßen- bzw. für Schienenverkehrsgeräusche müssen gleich sein, weil sie gleichen Lärm verursachen. Während jedoch für den Straßenverkehr ein Korrektursummand in der Stadt in Höhe von 6 dB(A) berücksichtigt wird, ist der Korrektursummand für den Schienenverkehr allgemein mit 0 dB(A) angegeben. Siehe dazu: Außenpegel-Frequenzverteilung bei Straßen- und Schienenverkehrsgeräuschen Notwendige Korrektur der 24. BImSchV und der Akustik 23 (Ausgabe 1997) |
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25. Juli 2009: Bereitgestellte
Mittel für Lärmschutz wurden von der DB AG nicht abgerufen. Unglaublich, aber wahr: Seit Jahrzehnten kritisieren Lärmschützer, dass die Mittel für Lärmschutz viel zu knapp bemessen sind. Jetzt stellt sich heraus, dass selbst von den 276 Millionen, die für die Jahre 2006 bis 2008 bundesweit zur Verfügung standen, 40 Prozent – das sind immerhin fast 110 Millionen Euro – gar nicht erst ausgegeben wurden. Das heißt: das Geld ist wieder an den Bund zurückgeflossen. In
keinem Jahr seit 1999 wurden die bereitgestellten Bundeshaushaltsmittel
auch nur annähernd im vollem Umfang abgerufen. Lediglich die
Aufwandsentschädigung in Höhe von mindestens 15% wurde
pünktlich seitens der Bahn eingefordert. Für ihre
"Leistungen" erhält die Bahn - nach entsprechender Richtlinie
- 15% Aufwandsentschädigung von den bereits bereitgestellten 100 Mill.
Euro Bundeshaushaltsmitteln. |
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20. Juli 2009: Leisere
Güterzüge schaffen Platz für noch mehr Güterzüge: Anmerkungen zur zukünftigen Vorrangstellung von Güterzügen auf grenzüberschreitenden Trassen. |
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20. Juli 2009: Bahn verschiebt
ihren " qualifizierten Projektabbruch"
und stellt
die Lärmsanierung an
Schienenwegen zunächst nicht ein: siehe
dazu aktuelle Notiz vom 3. Juli 2009
Der Sprecher der Bahn Netz teilt mit: " Ich kann Ihnen mitteilen, dass das Programm gemäß den Regularien des Bundesverkehrsministeriums durch die DB Netz weiterhin fortgeführt wird." |
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06. Juli 2009: Die
EU richtet neun grenzüberschreitende Trassen für Güterzüge ein. Die EU will die Wettbewerbsfähigkeit des Güterschienenverkehrs stärken. Damit mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene kommt, beschlossen die Verkehrsminister der 27 EU-Staaten am 11.06.2009 in Luxemburg neun grenzüberschreitende Trassen für Güterzüge einzurichten Auf bestimmten Strecken sollen Güterzüge Vorfahrt vor Personenzügen haben. Deutschland ist als Transitland besonders betroffen. Drei der Korridore laufen durch Deutschland. Es geht dabei um folgende Strecken: Rotterdam – Duisburg - Genua, Stockholm – Hamburg - Palermo und Bremerhafen – Rotterdam - Berlin Vorschlag für eine Verordnung
des Europäischen Parlaments und des Rates zur
Schaffung eines europäischen Schienennetzes für einen wettbewerbsfähigen
Güterverkehr: |
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03. Juli 2009: Wird die Lärmsanierung an
Schienenwegen im nächsten Jahr eingestellt? Die Bahn hat
Anweisung zum " qualifizierten Projektabbruch" gegeben. Am 19.06.09 fand in Bonn im Bundesverkehrsministerium (BMVBS) ein Treffen statt mit Verantwortlichen des Eisenbahnbundesamtes, der Deutschen Bahn-Netz Zentrale, des Bahn-Umweltzentrums, der DB Projekt Bau GmbH und des Umweltbundesamtes. Eingeladen hatte der zuständige Abteilungsleiter im BMVBS. Die Deutsche Bahn fordert vom Bund rechtlich festgeschrieben mindestens 18 % bis 24 % Aufwandsentschädigung für ihre zu erbringenden Leistungen im Zusammenhang mit der Lärmsanierung. Die Deutsche Bahn droht dem BMVBS bei Nichtbereitstellung der in dieser Höhe geforderten Aufwandsentschädigung, die Mitarbeit zur Umsetzung des Lärmsanierungsprogramms einzustellen. Ein schon vor dem Treffen im BMVBS erlassener Vorstandsbeschluss der DB Netz Zentrale hat bereits alle zuständigen Stellen im Unternehmen angewiesen, bei Nichtbestätigung der erhöhten Aufwandsentschädigung durch den Bund, das Lärmsanierungsprogramm "qualifiziert" abzubrechen und die weitere Verantwortung der Bahn an den Bund zu übertragen. Die Bundesvereinigung gegen Schienenlärm hat das BMVBS, das Eisenbahnbundesamt, die Deutschen Bahn-Netz Zentrale, das Bahn-Umweltzentrum, die DB Projekt Bau GmbH und das Umweltbundesamt um eine Stellungnahme gebeten. Nach Auskunft des BMVBS betrifft die
18 % bis 24 % Aufwandsentschädigung" die Regelung für die
Erstattung der Planungskosten für
Lärmsanierung an Schienenwegen ist eine willkürliche Maßnahme. Der Gesetzgeber spricht von einer freiwilligen Maßnahme. Bis
zum heutigen Tag gibt es kein Gesetz zur Lärmsanierung an Schienenwegen |
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22. Mai 2009: Bund
und Bahn wollen Bahnlärm an der Rheinstrecke mit Maßnahmenpaket
verringern. Die bisherigen Lärmsanierungsmaßnahmen haben den Betroffenen im Rheintal bisher keine wesentliche Lärmminderung gebracht. Nun werden weitere Maßnahmen geplant. Die Erklärung der Landesregierung Rheinland-Pfalz zum geplanten Maßnahmenpaket finden Sie hier |
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11. Mai 2009: Der Vorstand des ALD ist heute
gewählt worden - der
Nachfolgeverein des aufgelösten DAL Die Deutsche Gesellschaft für Akustik - DEGA - hat die Voraussetzungen geschaffen, um in einer neuen Fachgruppe, dem Arbeitsring Lärm der DEGA (ALD), die Aktivitäten des ehemaligen Deutschen Arbeitsrings für Lärmbekämpfung (DAL) aufzugreifen und fortzuführen. Hierfür hat die DEGA vom Umweltbundesamt (UBA) für drei Jahre eine Förderzusage erhalten Der ALD hat sich zum Ziel gesetzt, die interessierte Öffentlichkeit über alle Fragen des Lärms zu informieren und zu beraten, Informations- und Diskussionsveranstaltungen durchzuführen sowie öffentliche und private Einrichtungen in allen Fragen des Lärms zu unterstützen. Gewählt wurde: 1. Vorsitzender: Michael Jäcker-Cüppers ,
ehemaliger Referent im Umweltbundesamt, Berlin weitere Informationen finden Sie hier: |
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29. April 2009: Tag gegen Lärm: Um
die schädlichen Auswirkungen von Lärm in Europa wirksam bekämpfen zu
können, wurde 2002 die EU- Umgebungslärmrichtlinie eingeführt. Die
Richtlinie fordert die Gemeinden und Städte auf, in einer ersten
Stufe für hochbelastete Gebiete Lärmaktionspläne aufzustellen - unter
Mitwirkung der Öffentlichkeit. Die Aktionspläne der 1. Stufe sollten
in 2008 vorliegen.
Die BVS berichtet hier
von einem Betroffenen,
der irgendwo zufällig aufgeschnappt hat,
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20. Februar 2009: Verkehrsprojekte
des zweiten Konjunkturprogramms stehen fest: Für
das gerade beschlossene Konjunkturprogramm II hat die Bundesregierung
zwei Milliarden Euro bereitgestellt. Der Anteil für die Schiene
beträgt 700 Millionen. Das Zweijahresprogramm sieht vor, den Bau
oder die Planung von wichtigen Bedarfsplanprojekten im Bereich
Bundesschienenwege mit 420 Millionen Euro zu beschleunigen, um
sie schneller fertig zu stellen. Ein Programm für attraktivere Bahnhöfe wird gestartet, für das 150 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Weitere 50 Millionen Euro sind für zusätzliche Lärmsanierungsmaßnahmen vorgesehen. Mit den Mitteln des Konjunkturprogramms II werden auch umfangreiche Sanierungen durchgeführt, darunter an der Taubertalbrücke (A 81 in Baden Württemberg), den Talbrücken Ambach und Windelbach (A 45 in Hessen) und der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe (A46) Mit der neuen Projektliste Arbeitsplatzprogramm Bauen und Verkehr werden zusätzlich 100 Millionen Euro für den Kombinierten Verkehr bereit gestellt. "Der Gütertransport auf den umweltfreundlichen Verkehrsträgern Schiene und Wasserstraße soll weiter ausgebaut" werden. Bei der Lärmsanierung an Bundesschienenwegen besteht weiterhin hoher Nachholbedarf. Die Erhöhung der Mittel im Jahr 2007 auf 100 Millionen Euro pro Jahr für die Lärmsanierung an Schienenwegen reicht bei weitem nicht aus. Die Umweltverbände DNR, BUND und VCD hatten in ihrem Vorschlag (siehe vorangegangene aktuelle Notiz auf dieser Seite) 500 Millionen Euro zur raschen Umrüstung der Güterzüge mit K-Sohlen oder LL- Sohlen gefordert. Der Bundesverkehrsminister erkennt zwar an, dass lärmarme Bremssohlen an Güterwagen eine flächendeckend wirksame Möglichkeit sind um den Güterzuglärm zu reduzieren, aber die erforderlichen 500 Millionen Euro zur raschen Umrüstung der Güterwagen (nach Angaben der DB AG) will er nicht bereitstellen. Zunächst will er die rasche Umrüstung des Güterwagenbestandes durch verschiedener Instrumente prüfen. |
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Februar 2009: Umweltverbände fordern
zusätzlich 500 Mill. für Lärmsanierung des Schienengüterverkehrs:
Die Umweltverbände DNR, BUND und VCD haben sich mit einem Brief an
verschiedene Vertreter der Bundesregierung gewandt mit der Forderung,
den gemeinsam von DNR/BUND/VCD verfassten Vorschlag zur Lärmsanierung
des Schienengüterverkehrs in das Konjunkturpaket II der Bundesregierung
aufzunehmen und unterstützen damit die Forderungen der BVS zur
Lärmsanierung. Vorschlag Zukunftsinvestitionsprogramm Lärmsanierung Schienengüterverkehr |
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08. Januar 2009: Internationaler
Kampf gegen den Schienenlärm Durch die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf die Schiene wird ein enormer Zuwachs erwartet. Zahlreiche Bürgerinitiativen entlang des Rheins kämpfen seit Jahren gegen den gesundheitsschädlichen Lärm auf der im Ausbau befindlichen Transitstrecke zwischen Holland und Italien. Der gemeinsame Widerstand gegen die ständig zunehmende Lärmbelastung hört an den deutschen Grenzen nicht auf Internationale Allianzen versuchen inzwischen über die nationalen Grenzen hinweg ihren Forderungen nach einer effektiveren Lärmreduzierung mehr Nachdruck zu verleihen: Hier ein Beispiel: Die BVS und die Initiativen entlang des Rheins setzen sich dafür ein, dass Mittel für die Lärmsanierung in der Schweiz nicht gekürzt werden. |
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07. Januar 2009: Überprüfung von Prognosewerten:
Monitoring
Eisenbahnlärm in der Schweiz
Die Schweiz hat eine vorbildliche Maßnahme ergriffen mit ihrem Projekt Monitoring Eisenbahnlärm. Prognosewerte für Lärmschutzmaßnahmen werden durch kontinuierliche Messungen überprüft, in Jahresberichten zusammengefasst und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von einer derartigen Maßnahme können wir in Deutschland bisher nur träumen! Die Monitoring Eisenbahnlärm Jahresberichte finden Sie hier: http://www.bav.admin.ch/ls/01300/index.html?lang=de |
Bundesvereinigung gegen Schienenlärm.e.V.