| Bundesvereinigung
gegen Schienenlärm e.V.
Aktuelle Notizen |
15.12.
2006:
Lautstarker Protest
gegen Bahnlärm
Zweckverband Welterbe Oberes
Mittelrheintal verzeichnet inzwischen fast 15.000 Unterschriften - Am 7. Februar
2007 sollen die Unterschriften in Bingen an Bahnchef Mehdorn übergeben werden.
Presseinformation hier
22.11.2006:
Wie die Bahn ihr Schienennetz verrotten lässt
Unter diesem Titel berichtete gestern um 21.50 Uhr Plusminus im ARD über
die ungepflegten Gleise im Schienennetz.
Die Bahn verweigerte dem Sender jegliche Auskunft über den Zustand ihres
Schienennetzes. Der Zustand der Gleise sei Betriebsgeheimnis. Dem Sender lagen
vertrauliche Informationen über den katastrophalen Zustand bestimmter
Streckenabschnitte vor.
Die Schienen stammen z.T. noch aus den Jahren 1926.
Eine höchst merkwürdige Regel führt dazu, dass es für die Bahn finanziell
günstiger ist, ihr Streckennetz total verkommen zu lassen, denn eine
Totalsanierung bezahlt der Bund. Notwendige Ausbesserungen muss die Bahn
bezahlen, was in der Praxis dazu führt, dass die Bahn es vorzieht, auf
sanierungsbedürftigen Strecken und Brücken, die Züge lieber im Schritttempo
fahren zu lassen.
Durch ungepflegte Gleise kann sich der Schienenlärm um bis zu 15 dB(A)
erhöhen, was bei der Berechnung des Lärms von der Bahn aber nicht
berücksichtigt wird. Diese geht stets davon aus, dass ihre Gleise in einem
durchschnittlich gut gepflegten Zustand seien und der vorgeschriebene Grundwert nicht überschritten werde. Das trifft
aber nur selten zu. Die Bundesvereinigung gegen Schienenlärm hat in den letzten
Jahren mehrere Untersuchungen zur Gleispflege in Auftrag gegeben.
Weitere Informationen zur Gleispflege finden Sie in unserem Stichwortkatalog
u.a. unter den Stichworten:
Schienenzustand,
Vergleich-Tabelle, Gleispflege
Theorie, Grundwert,
Schienenschleifen,
Schienenzustand
und Vorbeifahrpegel
BüG Gleispflege,
BüG Kontrolle,
BüG
Vorsicht, BüG
Stellungnahme BVS
14.11.2006:
Es darf keinen Güterzugverkehr im Mittelrheintal mehr geben
Mehr als 3000 Bewohner im Mittelrheintal wehren sich gegen den Schienenlärm
durch Güterzüge - trotz
Lärmsanierung
Im Mittelrheintal wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche
Lärmsanierungsmaßnahmen durchgeführt. Dennoch wehren sich die
Betroffenen in einer großen Unterschriftenaktion weiterhin gegen den
Schienenlärm. Alle 3 Minuten fährt nachts ein Güterzug mit 100 km/h und einem
Vorbeifahrpegel von 100dB(A) (im Abstand von
10 m) durch das Tal. Die Bahn beabsichtigt,
den Güterverkehr noch weiter zu erhöhen, nachdem der ICE Verkehr nun über die
neue Hochgeschwindigkeitstrasse von Köln nach Frankfurt geleitet wird. Das
Beispiel Mittelrheintal zeigt überaus deutlich, dass bei extrem hoher
Lärmbelastung, Lärmsanierungsmaßnahmen völlig unzureichend sind.
Weitere Informationen zur Lärmbelastung im Mittelrheintal finden Sie in einem Gutachten,
das die BVS in Auftrag gegeben hat.
12.11.2006:
Zweifel am Schienenbonus aus medizinischer Sicht
In einer neuen medizinischen Untersuchung werden Zweifel an der Berechtigung des Schienenbonus bei
nächtlichem Schienenverkehr erhoben.
Siehe Forschungsschwerpunkte seit 1990
siehe auch Stichwortkatalog - Schienenbonus
9.
11. 2006
Das
Volk zeigt Gelb-Rot für das, was uns droht
Protestaktion gegen Bahnstreckenausbau:
Zu dem Protestzug hatte die Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und
Hochrhein - die IG-Bohr - aufgerufen. Mehr als 3500 Menschen sind dem Aufruf
gefolgt und haben in Offenburg gegen den geplanten Ausbau der
Bahnstrecke Karlsruhe - Basel friedlich demonstriert. (Siehe auch unsere aktuelle Notiz
vom 21.9..2006.) Es
war der bisher längste Protestzug gegen Schienenlärm. Die Betroffenen
fordern die Bahn zu einem menschlicheren und umweltverträglicheren Bahnausbau
auf.
Die Gelb-Rote Karte gibt es hier.
weitere Informationen finden Sie hier: www.ig-bohr.de
November
2006
"Auferstehung"
der Y-Trasse
Kommentar:
Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist vorbei. (siehe
auch unseren Eintrag vom 15.8.2006)
Vor der Kommunalwahl erreichte die
Betroffenen die Botschaft, dass die Y-Trasse aus der Prioritätenliste des BMV (
Bundesministerium für Verkehr) gestrichen
sei. Die Betroffenen waren erleichtert. "Das Geld fehlt" teilten die
Politiker in Hannover und Berlin mit. Das ist kein halbes Jahr her.
Nach der Kommunalwahl heißt es nun, die Y- Trasse soll
vordringlich gebaut werden. Die Trasse sei unverzichtbar wegen des neuen
Wilhelmshavener Tiefwasserhafens. Geld ist wieder da.
Über 1000 Betroffene haben in den vergangenen Jahren gegen die Y-Trasse protestiert.
21.
9. 2006
Großkundgebung gegen den Schienenlärm in Offenburg
am 14.10. 2006
Die aktuellen Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie
hier. (siehe auch unsere aktuelle Notiz
vom 9.8.2006)
Kommen auch Sie zu der Veranstaltung, damit die für den Schienenlärm
Verantwortlichen durch den Druck der Masse endlich ihre penetrante Ignoranz und
Gleichgültigkeit aufgeben und gemeinsam mit den Betroffenen nach
erträglichen Lösungen zur Reduzierung des Schienenlärms suchen.
Folgende Bürgerinitiativen nehmen an der Veranstaltung teil.
www.ig-bohr.de
www.bi-bahntrasse.de
www.bi-bahn.de
www.igel-breisgau.de
www.mut-im-netz.de
15.
8. 2006
Die Y-Trasse ist aus der Prioritätenliste des BMVBS gestrichen:
Das BMV hat die geplante Zugverbindung
zwischen Hannover, Bremen und Hamburg aus seiner Prioritätenliste für
wichtige Verkehrsprojekte gestrichen. Tausende von Betroffenen hatten sich
jahrelang gegen die Planungen der Bahn gewehrt. Grund für die Streichung ist
vermutlich nicht der Widerstand der Betroffenen gegen das Milliardenprojekt
sondern Geldmangel.
9.
8. 2006:
Tausende
von Betroffenen gegen die Pläne der Bahn:
Zwischen
Offenburg und Basel haben sich 8 Bürgerinitiativen zu der
IG-Bohr zusammengeschlossen. Sie wehren sich gegen eine neue
Schienentrasse, die zu einer der am stärksten belasteten Gütertransitstrecken
Europas ausgebaut
werden soll.
Weitere Informationen siehe hier.
Am
14. Oktober 2006 plant die IG-Bohr eine große Veranstaltung in Offenburg.
8. 03. 2006:
Schienenfahrzeuge
in Europa zukünftig leiser
EU
führt Geräuschgrenzwerte für neue Güter- und Reisezugwagen sowie für
Lokomotiven und Triebzüge ein
Bundesvereinigung gegen Schienenlärm.e.V. November 2006