Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V.

Aktuelle Notizen 

Aktuelle Notizen in 2005: 2004; 2003; 2002; 2001

 

15.12. 2006: 
Lautstarker Protest gegen Bahnlärm hallt unüberhörbar bis nach Berlin 
Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal verzeichnet inzwischen fast 15.000 Unterschriften - Am 7. Februar 2007 sollen die Unterschriften in Bingen an Bahnchef Mehdorn übergeben werden. Presseinformation hier

22.11.2006:
Wie die Bahn ihr Schienennetz verrotten lässt
Unter diesem Titel berichtete gestern um 21.50 Uhr Plusminus im ARD über die ungepflegten Gleise im Schienennetz. 
Die Bahn verweigerte dem Sender jegliche Auskunft über den Zustand ihres Schienennetzes. Der Zustand der Gleise sei Betriebsgeheimnis. Dem Sender lagen vertrauliche Informationen über den katastrophalen Zustand bestimmter Streckenabschnitte vor.
Die Schienen stammen z.T. noch aus den Jahren 1926. 
Eine höchst merkwürdige Regel führt dazu, dass es für die Bahn finanziell günstiger ist,  ihr Streckennetz total verkommen zu lassen, denn eine Totalsanierung bezahlt der Bund. Notwendige Ausbesserungen muss die Bahn bezahlen, was in der Praxis dazu führt, dass die Bahn es vorzieht, auf sanierungsbedürftigen Strecken und Brücken, die Züge lieber im Schritttempo fahren zu lassen.

Durch ungepflegte Gleise kann sich der Schienenlärm um bis zu 15 dB(A) erhöhen, was bei der Berechnung des Lärms von der Bahn aber nicht berücksichtigt wird. Diese geht stets davon aus, dass ihre Gleise in einem durchschnittlich gut gepflegten Zustand seien und der vorgeschriebene Grundwert nicht überschritten werde. Das trifft aber nur selten zu. Die Bundesvereinigung gegen Schienenlärm hat in den letzten Jahren mehrere Untersuchungen zur Gleispflege in Auftrag gegeben.
Weitere Informationen zur Gleispflege  finden Sie in unserem Stichwortkatalog u.a. unter den Stichworten: 

Schienenzustand, Vergleich-Tabelle, Gleispflege Theorie, Grundwert, Schienenschleifen, Schienenzustand und Vorbeifahrpegel
BüG Gleispflege, BüG Kontrolle
, BüG Vorsicht, BüG Stellungnahme BVS

14.11.2006:
Es darf keinen Güterzugverkehr im Mittelrheintal mehr geben
Mehr als 3000 Bewohner im Mittelrheintal wehren sich gegen den Schienenlärm durch Güterzüge - trotz Lärmsanierung 
Im Mittelrheintal wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Lärmsanierungsmaßnahmen  durchgeführt. Dennoch wehren sich die Betroffenen in einer großen Unterschriftenaktion  weiterhin gegen den Schienenlärm. Alle 3 Minuten fährt nachts ein Güterzug mit 100 km/h und einem Vorbeifahrpegel von 100dB(A)
(im Abstand von 10 m) durch das Tal. Die Bahn beabsichtigt, den Güterverkehr noch weiter zu erhöhen, nachdem der ICE Verkehr nun über die neue Hochgeschwindigkeitstrasse von Köln nach Frankfurt geleitet wird. Das Beispiel Mittelrheintal zeigt überaus deutlich, dass bei extrem hoher Lärmbelastung, Lärmsanierungsmaßnahmen völlig unzureichend sind. 
Weitere Informationen zur Lärmbelastung im Mittelrheintal finden Sie in einem Gutachten, das die BVS in Auftrag gegeben hat.

12.11.2006:
Zweifel am Schienenbonus aus medizinischer Sicht

In einer neuen  medizinischen Untersuchung werden Zweifel an der Berechtigung des Schienenbonus bei nächtlichem Schienenverkehr erhoben.
Siehe Forschungsschwerpunkte seit 1990
siehe auch Stichwortkatalog - Schienenbonus

9. 11. 2006
Das Volk zeigt Gelb-Rot für das, was uns droht
Protestaktion gegen Bahnstreckenausbau:
Zu dem Protestzug hatte die Interessengemeinschaft Bahnprotest an Ober- und Hochrhein - die IG-Bohr - aufgerufen. Mehr als 3500 Menschen sind dem Aufruf gefolgt und haben in  Offenburg  gegen den geplanten Ausbau der Bahnstrecke Karlsruhe - Basel friedlich demonstriert.
(Siehe auch unsere aktuelle Notiz vom 21.9..2006.) Es war der bisher längste Protestzug gegen  Schienenlärm. Die Betroffenen fordern die Bahn zu einem menschlicheren und umweltverträglicheren Bahnausbau auf. 
Die Gelb-Rote Karte gibt es hier.
weitere Informationen finden Sie hier: www.ig-bohr.de

November 2006 
 "Auferstehung" der Y-Trasse 
Kommentar: Die Kommunalwahl in Niedersachsen ist vorbei. (siehe auch unseren Eintrag vom 15.8.2006)
Vor der Kommunalwahl erreichte die Betroffenen die Botschaft, dass die Y-Trasse aus der Prioritätenliste des BMV ( Bundesministerium für Verkehr) gestrichen sei. Die Betroffenen waren erleichtert. "Das Geld fehlt" teilten die Politiker in Hannover und Berlin mit. Das ist kein halbes Jahr her.
Nach der Kommunalwahl heißt es nun, die Y- Trasse soll  vordringlich gebaut werden. Die Trasse sei unverzichtbar wegen des neuen Wilhelmshavener Tiefwasserhafens. Geld ist wieder da. 
Über 1000 Betroffene haben in den vergangenen Jahren gegen die Y-Trasse
protestiert. 

21. 9. 2006
Großkundgebung gegen den Schienenlärm in Offenburg am 14.10. 2006
Die aktuellen Informationen zu dieser Veranstaltung  finden Sie hier.
(siehe auch unsere aktuelle Notiz vom 9.8.2006)
Kommen auch Sie zu der Veranstaltung, damit die für den Schienenlärm Verantwortlichen durch den Druck der Masse endlich ihre penetrante Ignoranz und Gleichgültigkeit  aufgeben und gemeinsam mit den Betroffenen nach erträglichen Lösungen zur Reduzierung des Schienenlärms suchen. 

Folgende Bürgerinitiativen nehmen an der Veranstaltung teil. 
www.ig-bohr.de
www.bi-bahntrasse.de
www.bi-bahn.de
www.igel-breisgau.de
www.mut-im-netz.de

15. 8. 2006 
Die Y-Trasse ist aus der Prioritätenliste des BMVBS gestrichen:
Das BMV hat die geplante Zugverbindung zwischen Hannover, Bremen und Hamburg  aus seiner Prioritätenliste für wichtige Verkehrsprojekte gestrichen. Tausende von Betroffenen hatten sich jahrelang gegen die Planungen der Bahn gewehrt. Grund für die Streichung ist vermutlich nicht der Widerstand der Betroffenen gegen das Milliardenprojekt sondern Geldmangel.

9. 8. 2006: 
Tausende von Betroffenen gegen die Pläne der Bahn:
Zwischen Offenburg und Basel haben sich 8 Bürgerinitiativen zu der IG-Bohr zusammengeschlossen. Sie wehren sich gegen eine neue Schienentrasse, die zu einer der am stärksten belasteten Gütertransitstrecken Europas ausgebaut werden soll.
Weitere Informationen siehe hier.
Am 14. Oktober 2006 plant die IG-Bohr eine große Veranstaltung in Offenburg.

8. 03. 2006: 
Schienenfahrzeuge in Europa zukünftig leiser
:
EU führt Geräuschgrenzwerte für neue Güter- und Reisezugwagen sowie für Lokomotiven und Triebzüge ein
Für die vielen Millionen Menschen in Deutschland und Europa, die vor allem nachts unter Schienenlärm leiden, ist Besserung in Sicht: Die Europäische Kommission hat zum ersten Mal Geräuschgrenzwerte sowohl für neue Güter- und Reisezugwagen als auch für Lokomotiven und Triebzüge – so  genannte konventionelle Schienenfahrzeuge – eingeführt. Die Presseinformation des Umweltbundesamtes finden Sie hier.

 

Bundesvereinigung gegen Schienenlärm.e.V. November 2006